Technik

Hier findet ihr meine Überlegungen zur Technik - alles subjektiv und ausschließlich auf Mountainbikes mit dem Schwerpunkt TransAlp bezogen!

Was ich fahre findet ihr hier:
TransAlp-Rad 2002 (Canyon FX 5000 Mod. 2001 RockShox SID 100 2001/Giant Cadex Hardtail)
TransAlp-Rad 2003 (Canyon Nerve XC Mod. 2002 Manitou Black Super Air 2002)
TransAlp-Rad 2004 (Canyon Nerve XC Mod. 2002 Manitou Black Super Air 2002)
TransAlp-Rad 2005 (Canyon Nerve XC Mod. 2003 Manitou Black Super Air 2002)
TransAlp-Rad 2006 (Canyon Nerve XC Mod. 2003 Marzocchi Marathon XC 2005)
TransAlp-Rad 2007 (Liteville 301 XL Mk 2 (Mod. 2005) mit RockShox PIKE team 2005 (Coil U-turn))
Alpen-Rad 2008 (Liteville 301 XL Mk 2 (2005) mit RockShox Pike team 2005 (Coil U-turn)
Alpen-Rad 2009 (Liteville 301 XL Mk 7 (2009) mit RockShox Lyrik U-turn (2008)

Grundsätzliche Überlegungen zum richtigen Mountainbike für mehrtägige Touren

Fully oder Hardtail?
welche Bremsen?
Antrieb
Berührungspunkte
Laufräder
Bekleidung
Schutzkleidung
Sonstiges

Liteville-History

Fully oder Hardtail?

Ich halte ein Fully für das bessere TA-Rad, weil man deutlich weniger ermüdet und der Hintern nicht gar so schlimm geschunden wird - das wurde mir 2002 deutlich, als ich notgedrungen 6 Tage auf einem kaum gefederten Hardtail gefahren bin.
Meine Mitfahrer und viele TransAlper fahren Hardtails, bergab ist man damit sicher langsamer und auch unsicherer unterwegs, Vorteil ist die etwas einfachere Technik, 1 kg Gewichtseinsparung und 500 € geringere Kosten...
Überschätzt wird der Vorteil von Fullys bergab, da lässt sich durch eine aktive Fahrweise mit dem Hardtail einiges wettmachen, da man ohnehin viel im Stehen fährt.
Unterschätzt wird hingegen der Vorteil von vollgefederten Rädern bergauf oder in ebenen wurzeligen oder leicht verblockten Trails: durch die wesentlich bessere Traktion kann man vieles noch fahren, was mit dem Hardtail schon eine extrem gute Fahrtechnik erfordert, außerdem bleibt man einfach länger im Sattel. Und mit Rucksack ist das Treten im Stehen wirklich anstrengend...

welche Bremsen?

Hydraulische Bremsen, besonders Scheibenbremsen sind sehr sinnvoll. Wer schon einmal 1000 oder mehr Höhenmeter am Stück mit Cantileverbremsen abgefahren ist, weiß, wovon ich rede - ganz abgesehen von der bei Scheibenbremsen nicht verschleißenden Felge, der deutlich geringeren Gefahr von Felgenüberhitzung und Ventilabriss...
...aber keine extremen Leichtbaubremsen, da verschleißen die Beläge viel zu schnell!
Also: HS 33 oder eine Bremse vom Kaliber einer Magura Julie (ja, die tut’s auch!) oder Louise, Ersatzbeläge mitnehmen, die können bei schlechtem Wetter schnell runter sein (ich habe schon 2x mitten in einer Abfahrt die Beläge tauschen müssen, geht an der Louise in 10 Minuten, sollte aber zu Hause mal geübt werden)! Bei Felgenbremsen UNBEDINGT!!! vor dem AlpenX die Felge kritisch auf Verschleiß prüfen - Andi ist 2002 die
Hinterradfelge (“die hält noch”) geplatzt: lästig, teuer und hätte gefährlich werden können.

Antrieb

Vermutlich ist ab der Deore-Gruppe alles problemlos fahrbar, die Sachen halten ja.
Eine richtig scharfe Übersetzung (22/34) erhöht den Spaß sehr, es lässt sich mehr fahren und weniger kämpfen (2002 bin ich 6 Tage mit 26/28 gefahren, das war richtig ätzend!).
Die Kette sollte fast neu sein, aber 200 km im Gelände getestet worden sein - eine durchrutschende Kette wegen verschlissener Ritzel oder eine klemmende wg. verschlissener Blätter ist gefährlich, lästig und unterwegs teuer. (Alles schon erlebt, zum Glück nicht auf TransAlp!)
Wenn das kleinste Blatt verschlissen ist sind die Zähne in der Regel noch gut, aber wegen des weichen Aluminiums so gestaucht, dass sie sich verdicken. Die schmale 9-fach-Kette bleibt dann hängen: Chain-Suck! Dagegen gibt es ein einfaches und sehr Geld sparendes Mittel: das kleinste Blatt hat keinerlei Steighilfen und kann deshalb einfach um 180° gedreht werden! Haben sich schon Grate gebildet, so kann mit einem Dremel vorsichtig entgratet werden.

Die Berührungspunkte von Körper und Rad: Sattel, Pedale, Lenker

Geld sollte man in einen Top-Sattel investieren, ich bin vom fi’zi:k Aliante überzeugt - der ist nur leider teuer und nicht extrem haltbar, ich fahre ihn trotzdem auf MTB und Rennrad.
Die Sattelstütze sollte unbedingt versenkbar sein, 5 cm runter helfen oft über knifflige Stellen hinweg.
D.h. ein Sattelschnellspanner ist ein Muss!
Die Lenkergriffe sind ein oft unterschätztes Bauteil: gute sind dick, dämpfen, griffig und verdrehen / verrutschen nicht! Gute Erfahrungen habe ich mit Odi LockOn Griffen, die aber sehr dick sind (eignen sich nur für wirklich große Hände!). Mittlerweile fahren wir an fast allen Rädern die
Syntace Moto.
Pedale sind Geschmacksache,
Achim Zahn schwört ja auf Time in Verbindung mit dem Rada Pluma, diese Kombination ist sicher klasse, aber sehr teuer und nur im Hochgebirge sinnvoll. Ich fahre seit 2005 den Shimano SH-MT 90 mit normalen Klickpedalen (Shimano PD-M 959, jetzt 970 (XTR 2008)) und hatten bisher damit keine Probleme. Der Schuh ist der erste für Unternehmungen wie einen AlpenCross gebaute, er sieht aus wie ein Wanderschuh, hat eine GoreTex Membran, Vibram-Sohle, die Cleats so tief versenkt, dass sie beim Gehen nicht stören. Seit es diesen Schuh gibt braucht man wirklich keine Wanderschuhe mehr umbauen zu lassen!
Ich halte Klickpedale für unabdingbar, würde ungerne wieder auf Haken und Riemen umsteigen (außerdem passen Wanderschuhe meiner Schuhgröße nicht in handelsübliche Haken ;-). Andi fährt mit Kombipedalen und vieles ausgeklickt, sicher auch eine gute Alternative.
Bei Klickpedalen empfehle ich uneingeschränkt die Shimano-Pedale mit dem offenen Mechanismus, also PD-M 520/540/959/770/970 und wie sie alle heißen, von 20-80 € relativ günstig, nicht superleicht, aber mit überragender Klick-Funktion und langlebiger Lagerung.
Ein etwas breiterer, nicht zu tiefer Lenker ist sinnvoll, toll ist der Syntace VRO, der auch unterwegs angepasst werden kann. Ich halte ca. 630 mm Breite für nen guten Kompromiss, viel schmaler erschwert massiv die Kontrolle in schwierigem Gelände, ist eher was für die Race-Fraktion.

Laufräder

Stabil müssen sie sein! Speichen in ausreichender und gleichmäßiger Vorspannung (kann am Ton überprüft werden: Rad drehen und Schraubenzieher an die Speichen halten, alle müssen ungefähr den gleichen Ton geben - aber “Vorsicht, Falle!”: Speichenreflektoren oder der Magnet vom Tacho vertiefen den Ton stark (höhere schwingende Masse), am Hinterrad ist die Zahnkranzseite stärker vorgespannt als die linke Seite, deshalb ist hier der Ton höher). Systemlaufräder halte ich dann für bedenklich, wenn Spezialspeichen und Werkzeuge benötigt werden (z.B. Mavic Crossmax XL) oder gar wenn es sich um Race-Leichtbauteile handelt (Mavic Crossmax SL).
Bei Scheibenbremsen halte ich dreifach gekreuzte Speichen in 2,0/1,8/2,0 (z.B. DT Comp) für optimal: stabil genug am Speichenbogen (Durchmesser), elastischer als durchgehend 2,0er Speichen - was sich verformt bricht nicht so schnell! Wichtig ist, dass der Speichenbogen an der Flansch anliegt, sonst müssen kleine Beilagscheiben verwendet werden (ein dicker Nachteil der günstigen und schönen Hope Pro II-Laufräder von ActionSports...)
Bei Felgenbremsen und personalem Leichtbau (Körpergewicht unter ca. 75 kg) kann auch mit Leichtbau experimentiert werden: DT Revolution vorne und auf der linken Seite hinten, vorne radial, hinten auf beiden Seiten dreifach gekreuzt, Gewichtsersparnis gegenüber DT Comp: ca. 80-100 g.
Als Speichennippel fahre ich sicherheitshalber DT Prolock Messing, lt. WhizzWheels ist die Verwendung von Alu-Nippeln auch problemlos möglich, die Korrosionsgefahr im Winter ist mir aber zu groß, und das MTB soll ja das ganze Jahr gefahren werden!
Die Felgen sollten vor der Tour auf Verschleiß oder Haarrisse überprüft werden, bei Felgenbremsen lieber auf Nummer sicher gehen!
Bei den Naben ist ein Zahnscheibenfreilauf (DT Swiss 240, 340 und 440 Serie) einem Sperrklinkenfreilauf (fast alle anderen Naben) vorzuziehen, Sperrklinken können brechen, dann geht gar nichts mehr!
Tubeless soll sehr gut sein, haben wir noch nicht getestet, Leichtschläuche (ca. 135 g/Stück) sind o.k., keine Latex-Schläuche bei Felgenbremsen (platzen beim Überhitzen sehr leicht), sonst sehr gut, weil deutlich weniger Snake-Bite-anfällig. Unbedingt 2 Ersatzschläuche mitnehmen und diese vorher zu Hause mal aufpumpen - auch neue können
kaputt sein!
Ultraleichtschläche (90g) sind ungeeignet, sie platzen viel leichter (Durchschläge) und sind sehr schwierig zu flicken!
Wir sind in den ersten beiden TA-Jahren den Conti Explorer Pro bzw. Protection gefahren, ein problemloser Reifen. Beim TransAlpen braucht man keine Hardcore-Reifen, da man sich die meiste Zeit auf geschotterten relativ harten Wegen bewegt, Leichtlauf ist angesagt. Am Hardtail soll der Fat Albert von Schwalbe super gehen, da er etwas erhöhten Dämpfungskomfort bietet.
Bei Matsch funktioniert nach Philipps und meiner Erfahrung der Schwalbe Big Jim light in 2,25” sehr gut, er ist mit ca. 600 g auch einigermaßen leicht. Leider ist der Reifen kaum noch zu bekommen, interessant wird die SnakeSkin Variante des NobbyNic, der leicht läuft und vor allem in den breiteren Versionen einen sehr guten Grip in allen Situationen hat. 2007 hatten wir große Probleme mit Mantelrissen, da unser Fahrstil etwas härter geworden ist und in den Zentralalpen das Gestein etwas scharfkantiger ist als in den Dolomiten. Hier sind Leichtbaukarkassen absolut fehl am Platz! Es sollte mindestens die Snake-Skin-Variante sein, besser etwas mehr Gummi auf der Flanke.

Bekleidung

Der finanzielle Aufwand für funktionsgerechte Radbekleidung wird von Anfängern gerne unterschätzt. Hier der Versuch einer Kaufreihenfolge für die korrekte Bekleidung:

  1. Helm: ohne Helm keine Ausfahrt
  2. Handschuhe: kurze gepolsterte reichen meist
  3. Rad-Brille
  4. Radhose mit Sitzpolster
  5. Radschuhe - passend zu den jeweiligen Pedalen
  6. Funktionsfaser Unterhemd und
  7. Trikot
  8. Regenjacke
  9. Regenhose kurz
  10. Buff
  11. Regenüberschuhe (oder bei wasserdichten Schuhen: Gamaschen)
  12. Regenhose lang
  13. Langarmtrikot, Wintertrikot, 3/4 Hose, lange Hose ohne/mit Windstopper
  14. lange Handschuhe, warme lange Handschuhe (Goretex?)
  15. Helmunterzieh-Mütze

wird fortgesetzt und präzisiert!

Schutzkleidung

für extremere Sachen ist auch eine etwas extremere Schutzkleidung sehr sinnvoll:
Zur Zeit trage ich bei eher abwärts-orientierten oder sehr technischen Touren auf jeden Fall statt Klickschuhen Flatschuhe (Shimano MP-90) oder Wanderschuhe mit Shimano DX-Flatpedalen und langen Pins.
Dazu unbedingt Knie/Schienbeimprotektoren (Fox Launch Knee/Shin-Guards), DH-Handschuhe (Roeckl) und ggf. einen
Fullface-Helm (Specialized Deviant)

080922 Protection 800x600

Sonstiges

weitere Anbauteile sollten ebenfalls nach der Devise “Zuverlässigkeit geht vor Leichtbau” ausgewählt werden. Nun bin ich aber (trotz meines Gewichts) ein bekennender Fan leichter Fahrräder und es gibt gute Kompromisse, meine persönlichen Favoriten könnt ihr euch an meinen aktuellen Rädern ansehen, diese entsprechen mittlerweile (fast) meiner Idealvorstellung und scheinen auch sehr stabil zu sein.
So halte ich
Syntace- (Lenker/Vorbau/Sattelstütze) und Salsa- (Schnellspanner) Komponenten an einigen Stellen für deutlich stabiler als schwerere Teile von Mitbewerbern - allerdings greifen diese  Firmen das Portemonnaie etwas stärker an...
Von der tune-Stütze bin ich wieder weg: die ist zwar edel und leicht, knarzt aber und belastet durch die Jocklemmung das Sattelgestell über Gebühr. Ich verwende hier nur noch Stützen, bei denne das Gestell nicht zusätzlich auf Biegung belastet wird, der Klemmmechanismus also das Sattelgestell umschließt. Vorbildlich hat dies Syntace bei der P6 gelöst, ebenfalls problemlos fahren wir mit Stützen von NC 17 (Empire Super Pro), Ritchey (WCS V2) und Iridium (Hausmarke von Canyon, hält aber gut und macht keinen Krach)

Reparaturen - der Kellermeister empfiehlt...

Marzocchi Manuals mit kompletten Anleitungen zum Zerlegen und Warten gibt’s hier:
http://www.wrower.pl/instrukcje/instrukcje-Marzocchi.php

DT-Swiss bietet hervorragende Manuals z.B. zu den Naben unter
http://www.dtswiss.com/index.asp?fuseaction=manuals.bikehubs
und den Dämpfern unter
http://www.dtswiss.com/index.asp?fuseaction=manuals.bikershocks

Liteville-Anleitung
http://www.liteville.com/d/22_36/liteville/brochure_request/Bedienungssnleitung_Liteville_LQ_v12_.pdf

RockShox, SRAM und Truvativ-Manuals
http://www.sram.com/de/service/

Knacken und Knarzen

(Erfahrungen am Liteville, auf andere Räder übertragbar)

Das ist ein leidiges Thema, hier die allgemeinen Ratschläge, wo ein undefinierbares Geräusch herkommen kann und was Abhilfe verschafft:

 

Wo

Abhilfe

Kettenblätter: Schrauben los oder locker

1. Kettenblattschrauben anziehen
2. Kettenblattschrauben mit Schraubensicherung anziehen, Kettenblätter leicht fetten oder mit Montagepaste einbauen (alle Auflagen)

TretlagerHollowtech II: sehr knackanfällig, oft sind die Lagerschalen nicht ausreichend festgeschraubt.
Der Lagersitz kann auch das Problem sein:

Ausbauen, alles schön sauber machen, mit viel zähem Montagefett wieder einbauen. Wenn das nicht hilft mit Kupferpaste wieder einbauen
wenn das nicht hilft: beim Liteville Mk1 und Mk2 ist der linke Lagersitz teilweise nach dem Eloxieren nicht überfräst: fräsen!
wenn das nicht hilft: es muss hier eine kleine Fase angebracht werden, da die (XTR-)Tretlagerschalen nicht absolut plan sind und es dann zum Knacken kommen kann.
Erst dieser Trick hat bei mir nach allen anderen funktioniert!

E-Type-Umwerfer

alle Auflagepunkte gut fetten, Rahmenschraube unbedingt mit Schraubensicherung einbauen! (Wenn die sich unterwegs lockert hat man zumindest bei einem XTR 970-Tretlager ein echtes Problem, weil es keinerlei Chance gibt ohne Spezialwerkzeug an die Schraube zu gelangen!)

Freilauf: nicht fest

merkt man, wenn man daran wackelt. Festziehen (40 Nm!)
noch besser: gefettet einbauen
noch besser: Freilaufkörper mit Kupferpaste dünn einschmieren, Freilauf mit vorgeschriebenem Anzugsmoment (Shimano: 40 Nm) anziehen.

Schnellspanner nicht fest

Festziehen - und zwar richtig!
wenn der Schnellspanner Kunststoffbeilagscheiben hat diese nach Möglichkeit auf der der Scheibenbremse abgewandten Seite montieren (das heißt, dass der Schnellspanner “verkehrt” eingebaut wird, also mit dem Hebel nach links)
Empfehlenswerte Spanner mit hoher Klemmkraft sind: Shimano, Salsa,
DT Swiss RWS thru bolt (dürfte zur Zeit die höchste Klemmkraft überhaupt haben, ist aber in der ThruBolt-Version sehr teuer (ca. 85 € / Laufrad und nur für DT-Naben...)

Sattelklemmung

kann verschiedene Gründe haben, sinnvoll: alles zerlegen, sehr gründlich sauber machen, mit Fett alle Berührungspunkte dünn einstreichen, sorgfältig wieder montieren, dabei einen Drehmomentschlüssel verwenden. Die Sattelstütze sollte gefettet werden, außer Stütze oder Rahmen sind aus Carbon, dann trocken einbauen oder Montagepaste verwenden.
Mit Montagepaste muss man aber experimentieren, sie kann gerade ein Grund für massives Knacken sein, dann ungefettet einbauen, die Stütze muss evtl. mit Schmirgelleinen etwas angerauht werden (auch wenn’s weh tut!)
Die Schnellspannklemme muss auch von Zeit zu Zeit gründlich gereinigt und geölt/gefettet werden, dann ist auch wieder ne hohe Klemmkraft möglich!

Steuersatz

zerlegen, säubern, gut (= so wenig wie möglich, so viel wie nötig, also ein ganz dünner, aber zusammenhängender Film, damit nicht unnötig Schmutz angezogen wird) gefettet einbauen, sehr korrekt das Spiel einstellen!

 

Liteville History

2004

das 301 wird vorgestellt, es ist in den Rahmengrößen S bis XL erhältlich. Die Rahmen unterscheiden sich durch das damals neue Konzept der Rahmenlänge und nicht der Rahmenhöhe. Alle Rahmen haben die gleiche Sattelrohrlänge (nur bei L und XL etwas verlängert, ohne dass sich aber der Knoten zwischen Sitzrohr und Oberrohr nach oben verschieben würde).
Der Preis beträgt 1690 € incl. Parts-Kit (im wesentlichen: Stütze, Klemme, Steuersatz)

2005

Die ersten Räder werden ausgeliefert: Das Rad hat 115 mm Federweg und ist für Gabeln mit 100-130 mm ausgelegt und bis 140 mm freigegeben, es werden 500 Stück hergestellt.
Zur zweiten Auslieferung vor Weihnachten 2005 bis Ostern 2006 verändert sich am Rahmen nichts, die zweite Auslieferung bekommt lediglich die eingelaserte Seriennummer auf dem Oberrohr, an der sich die Baureihe erkennen lässt (hier: 002 = Mk 2). Als Sonderfarbe können auch golden eloxierte Litevilles bestellt werden. Insgesamt werden 1000 Mk 2 hergestellt und ausgeliefert.

2006

Ab Mk2 (Auslieferung verzögert sich teilweise bis ca. Ostern - danke Pittus!) gibt es auch die Rahmengrößen XS und XXL.
Es ist ein XC-Racing-Kit erhältlich, wobei am Oberrohr ein Gleitlager statt des Kugellagers verbaut wird (ab 2006 Serie).
Der Preis beträgt nun 1690 € ohne Parts-Kit, dass jetzt 225 € extra kostet (Sattelstütze, Schnellspanner, Steuersatz)
Einige bauen 160er Gabeln ein, Liteville wird nervös, testet und stellt fest, dass der Rahmen das aushält...Der Rahmen ist ab sofort für bis zu 160 mm Federgabeln freigegeben.
Die erste Lieferung Frühjahr 2006 (Mk 3) bleibt unverändert.

2007

101
Das neue Hardtail wird vorgestellt in zwei Versionen: 101 und 101 4X. Bestellt werden kann bald, ausgeliefert werden nicht...

301
Die erste Lieferung 2007 (Mk 4) weist einige Änderungen auf, die wichtigste: Der Rahmen bekommt mehr Federweg (115 -> 130 mm), das Lager des Umlenkhebels wird umgestellt auf ein Gleitlager mit höherem Losbrechmoment, um Wippen noch effektiver unterdrücken zu können, (vgl.  Racing-Kit), das Titankit wird Serie.
Die Sitzstreben sind oben nicht mehr gegabelt, die oberste Zughalterung ist jetzt geteilt in zwei einzelne Zungen, das Rockguard wurde neugestaltet und ist jetzt geschwungen.
Preis: 1775 €.
ab Mk5: Detailänderung: der Rohrsatz wird erneut leichter - dadurch aber auch dellenanfälliger, vor allem am Unterrohr. Später (ab Mk8) wird hier die Wandstärke wieder erhöht. Dadurch sind aber die Mk6 und Mk7 die leichtesten 301-Rahmen bisher... (wegen der Aluschrauben an den Zughaltern minimal leichter als das Mk5 mit Stahschrauben)

601/901?
ein Bike für’s Grobe wird angekündigt, Funktionsmodelle werden getestet, auf der Eurobike wird ein Kunststoffmodell ausgestellt, das auf den ersten Blick dem Canyon Torque erschreckend ähnlich sieht...

2008

101
Endlich werden im August die langersehnten ersten 101 ausgeliefert. Die erste Lieferung hat eine 10mm Steckachse, es wird aber bald auf 12mm umgestellt, da die Nabenhersteller dies wünschen. Syntace entwickelt den X12-Standard, der das Zeug hat, sich durchzusetzen.

301
Ab Mk 6 sind die Zughalterschrauben nicht mehr silberne Stahlschrauben, sondern schwarz eloxiertes Aluminium.
Dafür steigt der Preis für den Rahmen auf 1840 €.
An den ersten 301 tauchen ebenfalls Steckachsenhinterbauten auf. (Ich sehe das erste Mal eins an Komposters 301 im Harz Oktober 2008 - wobei Proper direkt den RWS-Hebel himmelt. Ein Grund mehr, die Inbusversion zu wählen ;)))
In Finale hat Michi ein 301 mit ca. 150mm Heckfederweg dabei, dies soll aber so nicht in Serie gehen.
Mk 7 wird ausgeliefert, allerdings nicht unbedingt bei allen Rahmengrößen, teils werden noch ältere Rahmen weiterverkauft (z.B. in XXL).

901
die neue Abwärtswaffe wird uns in Finale gezeigt, der Presse im Juni präsentiert, auf der Eurobike sind dann fahrbereite Prototypen vorhanden, die aber noch eine Mischgeometrie aufweisen (L-Sitzrohr und M-Oberrohr). Das Interesse ist gigantisch, das Rad gewinnt den neuen Milestone-Award der Bike als beste Produktinnivation Bike 2008. Ab September kann das Bike bestellt werden, Auslieferung lt. Homepage “Anfang 2009”

2009

101
Nichts neues, die erste Lieferung ist noch nicht ausverkauft, deshalb werden weiterhin Mk 1 ausgeliefert.

301
Bei Mk 7 kann gewählt werden zwischen normalem Hinterbau und X12-Hinterbau (aufpreispflichtig).
Zudem gibt es für Mk 4-6 ein Upgrade-Kit auf X 12
X12 Upgrade-Kits sind jetzt auch für Mk 1-3 erhältlich ,diese erweitern wie gehabt auch den Federweg auf 130 mm.
das Mk 8 wird vorgestellt und schlägt in der Community ein wie eine Bombe.
Es wird sofort bestellt, was das Zeug hält und die Warterei geht mal wieder los.

901
Im LAufe des Jahres werden die ersten beiden fast identichen Baureihen ausgeliefert.
kleine Änderungen vom Mk1 zum Mk2: Hammerschmidt-Führung wurde optimiert.

    Hallo zusammen,
    es war nie die Rede von uns, dass das Litevile 901 Mk2 mit Postmount kommt.
    Die Änderung am Mk2 ist folgende:
    Die Zugführung wurde für die Hammerschmitt Zugverlegung optimiert.
    Die Zugdurchführung an der Hebellagerung am Unterrohr besitzt nun auf der rechten Seite eine breitere Durchführung für den zusätzlichen Zug bei der Nutzung einer Hammerschmidt Kurbel.
    Desweiteren ist die Zugdurchführung durch die Federbeinaufnahme auf der rechten Seite auch so verbreitert, dass dort zwei Züge durch gelegt werden können.
    Die Änderungen betrifft also folgende Teile:
    - Aufnahmebock für den Umlenkhebel
    - Aufnahme der vorderen Federbein Befestigung
    - beide Federbein Befestigungen

    Außerdem gibt es ab sofort optional spezielle 3-fach Kabelhalterungen für die Verwendung von Hammerschmidt Kurbeln. Diese werden demnächst auch auf unserer homepage zu finden sein.

    Viele Grüße,
    Michi Grätz

2010

101
Nichts Neues zu Jahrebeginn, weiterhin werden Mk1 verkauft.

301
Mk8: alles bleibt wie es war - alles wird neu:
Bei ähnlichen Rahmengewichten und typischer Optik wird das Rad quasi neu konstruiert:

  • Es gibt drei Hebel für 120/140/160 mm Federweg.
  • Die Bremsaufnahme wird Postmount 7” für 180 mm Scheiben
  • ISCG03 Standard am Tretlager für Hammerschmidt, Kabelführung im HS-Kit optional
  • neues Rockguard (drei verschiedene für Saint, Shimano Shadow und SRAM - nicht mehr im Lieferumfang, sondern 34,50 € Aufpreis!)
  • steilerer Sitzwinkel bei längeren Gabeln
  • ganz anderer Rohrsatz, am auffälligsten ist das durchgehend kantige Oberrohr mit kenvexer Unterseite, in der die Züge verschwinden und das Sitzrohr, das wie beim 901 geformt ist und vor dem Tretlagergehäuse auf den Rahmen trifft
  • Schaltkabel hinten wird durch die Schwinge geführt, Schaltaußenzug gehört zum Lieferumfang
  • X12 Steckachse, Wechselschaltauge (wie beim 101 und 901)
  • Kabelführung für verstellbare Sattelstütze
  • Vorbereitung für die noch nicht lieferbare Kettenführung
  • kein silberelox mehr, dafür aber RAW (Alu roh)

Mk8

Der Preis steigt auf 1960 € - der Lieferumfang sinkt dagegen auf das absolute Mindestmaß: Rahmen mit dem schon verbauten Schaltzug. Keine Sattelklemme, kein Rockguard, natürlich wieder kein Steuersatz oder gar Sattelstütze (wie beim Mk1).
Damit kostet der Einstieg in die Liteville301Welt:

  • Rahmen (incl. Dämpfer, X12-Achse, Schaltaußenzug) 1960,-
  • PartsKit (Alu-Stütze, Sattelklemme, Steuersatz, Dämpferpume, Key) 198,-
  • Rockguard 34,50

Summe: 2192,50 € (nur zur Erinnerung: das Mk1 kostete mit diesem Lieferumfang mal 1690 €!)

dazu kommen noch die 25 € für die X12-Endkappen, die bisher auch beilagen (101 und 901)

Aber: das 301 ist ein absoluter Technologieträger mit derart vielen innovativen Lösungen und Schnittstellen, dass die Produktion sich so stark verteuert hat, dass Syntace weniger am teurer gewordenen Rahmen verdient als je. So mit die aufwändigste Geschichte ist das Tretlager mit der geraden Kabeldurchführung, aber auch scheinbare Kleinigkeiten wie die eingeschweißten “Töpfchen” im Oberrohr für die Zugaufnahme von Sattelstützenzug und Umwerferzug kosten Herstellungszeit und damit Geld. Die vielen neu eingebauten Schnittstellen sind zwar noch nicht alle verwendbar (Kettenführung), aber machen den Rahmen zukunftssicher. Insgesamt also mal wieder extrem viel Rad für’s Geld.

901
erstmal nix neues, das Mk3 wird vermutlich PM-Bremsaufnahme bekommen.

2011

ein überraschendes Jahr:

101
Das 101 läuft aus, es soll es nicht mehr geben! Die letzten werden abverkauft, ebenso die 101 FX
Viele finden das sehr schade, manche hoffen auf ein 101 mit 29”, andere auf eine Überarbeitung und Neuauflage...

301
Der Mk8-Verkauf läuft bombig, von keinem LV sind bisher mehr hergestellt worden (nach meinen Infos ca. 2000 Stück!)
Im Sommer kommt nach und nach das Mk9, im wesentlichen unverändert.
Die LV-Homepage sagt:
Neu am 301 Mk9:
- Neues Schweißtechnik-Verfahren (die Schweißnähte sind glatter)
- Steifere Hauptlagerung der Schwinge mit 50% weniger Bauteilen
- Geänderte Sitzrohr-Konifizierung
- XS: 24''- Hinterrad, Serie
- Rahmengröße S: 15 mm tieferes Oberrohr, XS: 30 mm tieferes Oberrohr (im Vergleich zu den anderen Rahmengrößen)

601
Die Überraschung: das 601 wird im Spätsommer 2010 vorgestellt, wie üblich verzögert sich die Auslieferung “etwas”, der Anfangs genannte Termin April wird bis (vielleicht) September rausgeschoben.
Das 601 sieht wie ein schlankeres 901 aus, wiegt etwas 300 g weniger, hat 165 oder 190 mm Federweg.
Alle Infos hier
http://www.liteville.de/t/22_444.html
Nett ist, dass das 601 billiger ist als das 901!

901
wird vorerst auch nicht mehr gebaut, ob es ein Mk3 geben wird steht in den Sternen...

Zubehör
Endlich sind für alle Räder die Kettenführungen lieferbar, es muss sogar schnell nachgebessert werden, da der Freigang bei der ersten Version (SCS I) nicht ausreichte, an mehr und mehr 301 sieht man dafür jetzt die SCS II.
Ebenfalls lieferbar: der superleichte Bashguard von Syntace (Grinder) für 36 und 38 Zähne und
die deutlich leichtere Version der Sattelstütze (P6 Hiflex Carbon, in 480/34,9 zuerst rund 245 g, später 235 g leicht, teils mit Hifelx Aufdruck, teils ohne...

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