21.06.2008 - Die Geburtstagstour 2008
Euskirchener Trailmassaker
Wie letztes Jahr wieder im LMB ausgeschrieben hatten sich 16 Mitfahrer angemeldet, Blitzfitz sagte zwei Tage vorher ab, Kieverjonny war dann am Samstag morgen der erste der ursprünglich vier angemeldeten Liteviller, der ausstieg. Bacchus22 (Fahrrad: Liteville) verzichtete auf die Abmeldung im Forum, so dass wir warteten und warteten und schließlich noch alle Wege zum Bahnhof abklapperten, um ihn zu finden. Spät in der Nacht war dann eine Mail von ihm da, dass er nicht mitfährt, weil er seit Tagen krank ist, seine Räder nicht einsatzbereit sind etc. ...
So starteten also folgende 17 Mountainbiker gut gelaunt:

Thomas Simon (sRogge) Martin (Conzi) Alex (katerpoldi) Jörg (sinux)

Fabi (v3lo) Philipp (littlesini) Andi “Der Teamchef” Michael (on any sunday)

Heinz (Lovely Rider) - der die Tour durchgefahren ist, dabei Boris (Grüner Frosch) Sebastian (masifCentralier) aber von Lessenich mit dem Rad angereist! Macht 130 km... Guido (Pardus)

Guido (Eifel-Litti) Uwe (DIE Handlampe)

Henning (Futzy) und der Guide: Martin (supasini)
Es war eine merk- und denkwürdige Tour: es wurden ausschließlich breite Forststraßen und markierte Wege befahren:

(Alex u.a. zwischen Katzensteinen und Katzvey) (Jörg unterhalb des Kreuzweingartener Kreuzes)
Die Gesichter waren stets entspannt:

(Simon in der Schlüsselstelle 2) (Jörg irgendwo auf der Tour)
Das Chakra wurde geerdet:
(alte Männer auf der Suche nach dem Einklang mit der Natur)
an der Barbarakapelle wurden den Göttern der feuchten Wiese gehuldigt:
(Uwe und Thomas auf der Suche nach???)
ganz merkwürdig, das Ganze!
Aber jetzt mal ernsthaft:
was haben wir gemacht?
Gefahren sind wir zunächst durch den Billiger Wald, dann die schönen Trails im Kreuzweingartener Wald, am Römerkanal entlang, die Stufenabfahrt vom Sportplatz runter:
(Micha in der Abfahrt vom Kreuzweingartener Sportplatz nach Kreuzweingarten)
obligatorisch die Hardtwald-Trails: zunächst die Kurve am Kreuz, die Henning mit gnadenloser und unverschämter Lässigkeit durch Umsetzen bergauf fährt, aber auch die Brachial-Hüpf-Technik ist erfolgreich:

Uwe, Simon und

Fabi (beinahe) “fahren” die Kurve.
Am Kreuz:

Nun folgt ein Riesen-Spaß: Schützengräben- und Pastors-Weiherchen-Trails, dann Überführungsetappe an die Steinbach:
Über den Silberberg und eine ehemals steinige Abfahrt (“Was für ne Schei$$e - ich dachte wir sind auf ner Trail-Tour?!”) fahren wir den Steinbachtrail von oben an, dann mehr oder weniger sinnfreies Auf-und-Ab im Arloffer Wald. Dort legt es dummerweise Eifel-Litti durch einen Stock in den Speichen. Außerdem machen ihm massive Wadenkrämpfe zu schaffen. Sein Abstützen an einem Baum motiviert uns zum Bäume-Knutschen. Der schönste Trail der Region, der Ameisentrail, ist durch Holzrückarbeiten zerstört, den oberen Teil haben Simon und ich letzte Woche wieder fahrbar gemacht, aber Flow ist was anderes. Der Mittelteil ist unfahrbar und wird von uns umfahren.
Dann wieder Überführung zum nächsten Trailkonzentrat durch die Felder bei Iversheim.
Diese Auffahrt ist zu viel für Guidos Waden und er macht sich auf den Heimweg - womit die Liteville-Quote auf 1 angelangt ist :heul:
In Iversheim verlässt uns Philipp, der noch schulische Verpflichtungen hat (Klassengrillen).
Die Trails hinter Wachendorf habe ich letzte Woche mit Jörg fahrbar gemacht, jetzt nur noch schnell zu den Katzensteinen zur Verpflegungsstation. Aber statt der Normalroute nehmen wir die Abfahrt am alten Steinbruch, die zwei leckere Schlüsselstellen beinhaltet, die auch von vielen gemeistert werden:

Fotografen leben gefährlich Zuschauer, hier kommt die Steilheit ganz gut rüber... on Trail: Alex
  
Boris, Micha, Guido und Heinz in der ersten Schlüsselstelle.
Das war einfach, aber jetzt kommt die zweite Schlüsselstelle: sieht einfach aus, vor allem, wenn Henning sie geschmeidig vormacht, ist auch fahrbar, aber der Kopf macht an der Stufe sehr gerne und effektiv vollständig zu:

Einige fahren (der Herr auf dem zweiten Bild mutig und ohne Verstand zügig rein, was dann folgt: s.u.):

Boris Martin
andere gucken erstmal und lassen’s lieber

Guido Alex
viele schieben dann doch,
manche fahren wieder besser Vernunft
  
Uwe und Martin... beim zweiten Versuch haben wir’s aber geschafft :D
An den Katzensteinen steht Birgit (cepaea) und hat auf einem Tapeziertische ala CTF Bananen, Eierwaffeln, Apfelsaft + Sprudel sowie ein bisschen Kuchen, den ich gestern abend noch gebacken hatte, aufgebaut. Das war nach der bisherigen Fahrzeit und -strecke auch nötig.
Hinter den Katzensteinen dezimiert sich die Gruppe weiter, es verlassen uns Fabian, Henning, Boris und Guido.
Nochmal rauf und runter, nach Mechernich, zum Altus-Knipp. Auf dem Weg dorthin steht auf der Wiese ein riesiger Cannondale-Truck. Neugierig fahren wir dort hin und erfahren, dass es sich um eine Testaktion eines Zülpicher Radladens handelt und dass wir auf Seite gehen sollen, dasich Radfahrer auf einer “gezeiteten” Runde befinden :lol: :daumen:

Thomas auf dem Weg zum Altus-Knipp und oben.
Abfahrt durch die Rinne, über die Nordic-Walking-Strecke zum See - wir verabschieden Alex. Dann rund ums Freilichtmuseum, auch der Felsentrail nach Eicks war schon mal schöner, in der Fall-Linie wieder hoch am Mühlensee (Thomas: “und ich hatte gedacht, dass sei ein Witz gewesen, dass wir hier gleich hochfahren!” Martin: “Ich mache keine Witze!”)
Da uns am Mühlensee Jörg, Andi und der Fotograf und Super-Backguide über lange Strecken Conzi verlassen haben gibt’s ab jetzt keine Bilder mehr...
...doch, eines noch, aber das steht ja schon oben: Die Trails zurück zur Barbara-Kapelle sind ein "kleines bisschen" dornig, alle Schienbeine sind voller Schnitt- und Kratzwunden. Da machen sich dann die zwischen den Dornen wachsenden Brennesseln gut zur Abrundung des Schmerzes. So erklärt sich auch das merkwürdige Photo!
In der Schavener Heide fahren wir noch ein paar Runden um auch hier die Trails auszupressen, die Dirtline macht Lust auf mehr, aber der Grill ruft lauter und lauter. An der Burg Veynau beschließen wir, dass es reicht und fahren durchs Veybachtal zurück. Innerorts fang ich noch ‘nen Snakebite und muss meinen Schlauch wechseln, um 10 nach sieben sind wir zu Hause.
Der zweite Teil der Veranstaltung besteht dann aus viel Erdinger alkoholfrei, Grillzeuch etc., massig dummen Sprüchen und sehr angenehmem Fußballgucken ohne Ersatztrainer (Russland schlägt die Niederlande mit 3:1 n.V.)
Fazit...
90 km, 1650 Hm, 6 Stunden reine Fahrzeit, 15er Schnitt, keine Pannen bis nach Euskirchen hinein - und dann fang ich mir den kleinsten Snakebite meines Bikerlebens an ‘ner innerstädtischen Treppe ein :(
Start mit 17, Ankunft zu siebt.
...echte Qualitätstour
- mehr km
- mehr Hm
- längere Fahrzeit
- mehr zu Essen
- mehr zu Trinken
- mehr Matsch
- und der Guide hatte die meisten Pannen. (also: Team-Tomburg-Qualität :lol:)
nächstes Jahr dann “weniger, weniger, weniger”?
Credits
Ich habe für den tollen Tag vielen zu danken: allen, die mitgefahren sind, aber vor allem
- Conzi: dem Backguide und Fotografen,
- Jörg: Explore-Helfer, Trailbauer und die erste halbe Stunde Tempo-niedrig-Halter
- Simon: Explore-Helfer und Trailräumer
- Birgit: trotz starker Erkältung hat sie das Catering an den Katzensteinen übernommen
DANKE!
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