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Morgens um 11 ist die Welt noch in Ordnung, und 15 Biker steh’n vor unserem Haus:
Uwe (Handlampe) Simon (sRogge) Sebastian (MasifCentralier) Willibald (McWade) Boris (grüner Frosch) John (Trekki) Thomas (Daywalker74) Carsten (sun909) Guillaume (Giom) Chris Jörg (sinux) Philipp (littlesini) Paul (PaulS) Carsten Thomas und der Guide Martin (supasini)
Angekündigt fehlte Oli (Scotti), den wir um 11:25 Uhr zwischen Euskirchener Heide und Billigerwald treffen wollten und Dirk (D!RK) - wir warten auf seine Ankunft, das sollte heute zur lieben Gewohnheit werden (das Warten auf D.). In der Zwischenzeit hatte Giom Gelegenheit, endlich mal stabile Rahmen aus hochwertig verschweißtem HiTen-Stahl in einer angemessenen Rahmengröße probezufahren (lediglich die farbliche Abstimmung und die Speichenreflektoren ließen die Style-Polizei einschreiten, so dass er letzlich doch mit einem Merida-Rad fahren musste):
Das Warten fiel aber bei optimalem Wetter nicht ganz so schwer: extra hatte ich in den letzten 3 Tagen die Trails noch etwas anfeuchten lassen um übermäßiger Staubentwicklung vorzubeugen und die Griffigkeit zu erhöhen. Nun strahlte die Sonne mit dem supasini um die Wette.
Nach ca. 800 m bogen wir auf den ersten Trail ein: durch den Schillerpark entlang des Mitbachs:
Trail 2 führte durch die hohle Gasse zum Angstwäldchen. Am Billiger Wald trafen wir Olli, und gemeinsam mit Giom und den noch nicht ganz ausgelasteten Jungspunde konnten die ersten Rennen beginnen. Die Familienväter und älteren Semester nahmen das gelassen, wussten sie doch, was 1400 Hm ohne längere Steigung auf Dauer bedeuten. Im Billiger Wald kamen die Trails 3+4: “der Zaun” und “gestürzte Bäume” (da waren es dann 18 Mountainbiker). Nach dem kurzen Trail 5 “Müllkippe” ging es durch die Felder zum Kreuzweingartener Wald. Ich hatte extra desn TUS Kreuzweingarten-Rheder geben, die Strecke abzusperren, aber irgendwie waren die Flatterbänder nicht längs, sondern quer zum Weg angebracht. Egal - die nächsten Trails folgten: “durch die Bäume” am Waldrand (6) (Problem für MasifCentralier, vielleicht sollte er auf solchen Touren in Zukunft den Syntace Speed Cutter mitnehmen!) , am “Schlammloch” (7) und der “untere Waldrand” (8). Dann zum “Römerkanaltrail” (9) ein kurzes Stück zurück und bergauf - doch halt: da fehlen doch einige!!! D!RK hat den ersten Plattfuß des Tages - und weder Schlauch noch Flickzeug dabei. Schnell geflickt, er bekommt meinen einzigen Schlauch und immerhin kann die neue Pumpe eingeweiht werden. Man muss nur dran denken, dass der Reifen luftleer eingebaut werden muss, da der selbstgeschweißte Brakebooster seiner HS11 sich nicht öffnen lässt... Nach dem Kulturprogramm “Römerkanaltrail” folgt gleich die Stufenabfahrt vom Sportplatz nach Kreuzweingarten, durch den Ort und hinauf zum Kreuz. Die erste Kurve wurde schon ausführlich im Rund-um-Euskirchen-Thread diskutiert - und macht ihrem Ruf alle Ehre. Trotz bis zu drei Versuchen hat sie heute nur einer fahrenderweise (naja, fahren geht anders...) bezwungen.
John (Trekki):
Paul(?)
Carsten (?): Sebastian (sRogge):

der Meister aller Klassen: Thomas (daywalker74) hüpft souverän rund:

Das kann Uwe (Handlampe) auch... aber aus dem Hüpfen wieder ins Fahren zu kommen ist dann doch ‘ne ganz andere Hausnummer!

Philipp (littlesini) kommt weit, aber auch nicht rum Oli (Scottti)

Chris Guillaumes (Giom) erster Versuch

Boris (grüner Frosch) Dirk (D!RK)

und Uwe hüpft nochmal und nochmal, schöne Airtime, aber rum kommt deshalb trotzdem nicht!
Plötzlich taucht Giom wieder auf:
Carsten (sun909) kommt rum - aber so weit, dass er wieder den Berg runter fährt!

und Willi (McWade) macht’s altersweise (wie ich dann später auch :D)
Wir umrunden den Berg, bestaunen den Ringwall, ohne ihn zu befahren und biegen auf Trail Nr. 10, eines der Highlights in unserer Ecke ein: den Schützengräbentail (so benannt, weil die Gräben, die man im unteren Teil immer wieder quert vom Volkssturm gegrabene und zum Glück nie benutzte Schützengräben vom Ende des 2. Weltkriegs sind). Backguide Jörg sendet per Händi den ersten Hilferuf, nach einen kurzen Verbindungstrail fahren wir über den oberen Teil des “Pastors Weiherchen-Trail” (11) zur Hardtburg und sind wieder alle zusammen. Jetzt kommt das nächste längere Forststraßenverbindungsstück zur Steinbach, wo wir die Felsenabfahrt zum See nehmen wollen. Dummerweise reißt Dirk auf dem Weg dorthin die Kette, Willi hat einen Nietstift, aber leider nur einen schwarzen. Ich niete die Kette damit neu, in der Hoffnung, dass das hält, ein Teil der Gruppe kauft sich Grundnahrungsmittel am Spielplatz, Philipp geht Kagge von Rad und Fahrradflasche im Steinbach abwaschen, dort sind wir dann endlich wieder zusammen um Trail Nr. 12 zu fahren: den oberen Steinbachtrail.
Dieser hat auch einige wunderschön flowige Stücke, eines davon im Video (man beachte die elegante Aktion von Thomas als letztem Fahrer! (auf’s Bild klicken!)
Nach diesem traumhaften Trail kommt einer der wenigen echten “Berge” der Tour, also ein Anstieg mit mehr als 100 Hm am Stück: den gelben Weg hoch auf die Arloffer Straße. und schon ruft Trail 13 uns: über den Reitweg fahren wir zum neuen Trail durch den Arloffer Wald, unten durch dicke Matschlöcher etwas Fango sammeln und dann auf Asphalt die Arloffer Straße wieder hoch. Es verabschieden sich Paul (PaulS) und Carsten aus Euskirchen, die von Jörg (Sinux) nach Hause begleitet werden: Jörg auf meinem Quantec, bei dem die Verschraubung der vorderen Bremsleitung am Hebel locker ist und deshalb keinerlei Bremskraft mehr aufgebaut werden kann.
Trail No. 14 ist einer der feinsten in der ganzen Gegend: der “3-Wege-Trail” oder auch “Ameisentrail” runter vom Hartenberg. Da haben die verbliebenen 15 Biker richtig Spaß!
Durch die Felder fahren wir nach Iversheim, Pannenkönig Dirk (D!RK) muss den Hügel hochschieben... (ganz unten die kleine Figur)
... der Freilauf hat sich völlig gelockert (“Klar hab ich den festgezogen! Klar mit dem richtigen Drehmoment!”) Das kann aber Uwe (Handlampe) nicht lange auf sich sitzen lassen - und täuscht einen Platten vor: Das Wisskirchen-Dream-Team flickt in Rekordzeit (Gähn)...

In der Zwischenzeit tauschen die anderen Fahrräder, testen Liteville und schwätzen dummes Zeuch - wie üblich halt. Am Iversheimer Friedhof werden die Wasserflaschen wieder aufgefüllt und endlich, endlich ist unser Kleinster mal der Größte!
Wer gezählt hat wird bemerkt haben, dass es immer noch 15 Radler sind - das kann und darf nicht so bleiben! Also wird Trail Nr. 15 an den Kalkmagerwiesen oberhalb von Iversheim befahren, Sebastian (MasifCentralier) täuscht ebenfalls eine Panne vor in der Hoffnung, in die Entscheidungsschlacht um die Schweinekappe noch eingreifen zu können, der Guide verfährt sich (hat keiner gemerkt, oder? ;) - durch die Felder nach Wachendorf:
Hinter Wachendorf biegen wir am Tennisplatz in den kleinen Wald zwischen Wachendorf und Lessenich ein und fahren über Trail Nr. 16, der zwei nette Brückenpassagen hat. Diese stellen die Truppe vor ungeahnte Schwierigkeiten, die zwar im Video dokumentiert sind, aber aus Mangel an geeigneten Kompressionswerkzeugen leider hier nicht eingestellt werden können... Darum hier nur zwei Verweigerungsimpressionen:

Zeit zum Bildermachen und Filmen haben wir reichlich - Uwe ist weg! Er hat angeblich wieder platt gefahren und holt damit in der Pannenstatistik mit Dirk auf. (irgendwo gab es noch ne Mini-Panne bei Uwe, so dass neutrale Beobachter zu diesem Zeitpunkt von einem Stand von Uwe=2,5 : Dirk=3 sprachen...)
Nach einer Überführungspassage über den Römerkanalwanderweg fahren wir die Trails Nr. 17-20 an den Katzensteinen: mal rauf, mal runter (Uwe auf dem ersten Bild) Überführung an den Tennisplätzen Kommern-Süd vorbei, zur Barbara- Kapelle, die Waldtrails Richtung Elefantenkopf. Trail 22 runter vom Elefantenkopf (Giom auf dem zweiten Bild), dort verabschiedet sich Olli (“Zu Hause ist warm gekocht!” - tja, Olli, so ist das, wenn man verheiratet ist! Aber du wolltest ja unbedingt :D) dann Trail 23 zum Mühlensee.

Am See verabschieden sich Thomas aus Bonn (der nur einmal im Jahr MTB fährt, gut mitgehalten hat und sogar die Bachbrücke im ersten Versuch schaffte!), Chris und Carsten (sun909) - noch 12... An der Sommerrodelbahn zeigt Dirk seinen unbedingten Siegeswillen: obwohl er wegen rutschender Sattelstütze die meiste Zeit mit viel zu tiefem Sattel fährt und schon ziemlich kaputt ist schafft er es dennoch, den schwarzen Nietstift aus der Kette zu drücken! Kettenniet-Aktion Nummer 2, diesmal mit einen korrekten Stift, uneinholbare vier kapitale Pannen auf einer Tour: die Schweinekappe is wech, Uwe!
Wir versüßen mit Getränken und fettreduzierten Lebensmitteln für das Dickerchen den Abend, kündigen unsere Heimkehr für frühestens 19 Uhr an, verabschieden uns von John (Trekki)

Aber es folgen noch einige schöne Stücke: Nr. 24 am Zaun des Freilichtmuseums entlang, Nr. 25 Felsentrail nach Eicks, der Uwe endgültig von der Qualität der Tour überzeugt, danach ist das Grinsen aus seinem Gesicht trotz erlittener Schmach nicht mehr zu entfernen, Nr. 26 oberhalb Kommern bis zur Barbara-Kapelle, 27-29 zur und durch die Schavener Heide und 30 am Golfplatz Burg Zievel. Über den Billiger Berg wird das letzte Rennen des Tages gefahren, Philipp (littlesini) macht das letzte Drittel einen souveränen Backguide und treibt die Schafe vor sich her und wer bei den 18 kleinen Bikerlein mitgezählt hat wird es auch sicher herausbekommen haben: 11 erreichen nach 8 1/2 Stunden das Ziel.
Birgit hat den Grill angemacht und wir nehmen noch ‘ne Männermahlzeit zu uns (Bier und Fleisch - ok, es gab auch noch Schwarzwälder Kirsch und Erdbeertorte :D)
Es war ne tolle Tour, danke an alle, die mitgefahren sind, vor allem an Philipp und Jörg, die über lange Strecken die Backguides gemacht haben!
Laut Ciclo waren es 82 km und 1400 Hm, Fahrzeit bei mir 5:10.
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